Unia-Co-Präsident Renzo Ambrosetti an die Spitze der europäischen Metallgewerkschaften gewählt
In Lissabon haben sich gestern 500 Delegierte und Gäste zum Kongress des Europäischen Metallgewerkschaftsbundes EMB versammelt. Am Abend des ersten Kongresstages wählten sie den Schweizer Unia-Gewerkschafter Renzo Ambrosetti zum neuen Präsidenten des Dachverbandes. Als EMB-Präsident möchte Ambrosetti die Zusammenarbeit auf europäischer Ebene verstärken und den Zusammenschluss mit anderen Gewerkschaftsbünden aus dem Industriesektor forcieren.
Medienmitteilung der Gewerkschaft Unia
Bern, 07. Juni 2007
Kongress des Europäischen Metallgewerkschaftsbundes EMB in Lissabon vom 6. / 7. Juni
Unia-Co-Präsident Renzo Ambrosetti an die Spitze der europäischen Metallgewerkschaften gewählt In Lissabon haben sich gestern 500 Delegierte und Gäste zum Kongress des Europäischen Metallgewerkschaftsbundes EMB versammelt. Am Abend des ersten Kongresstages wählten sie den Schweizer Unia-Gewerkschafter Renzo Ambrosetti zum neuen Präsidenten des Dachverbandes. Als EMB-Präsident möchte Ambrosetti die Zusammenarbeit auf europäischer Ebene verstärken und den Zusammenschluss mit anderen Gewerkschaftsbünden aus dem Industriesektor forcieren.
Die Maschinen- und Metallindustrie in Europa wandelt sich in enormem Tempo. Umstrukturierungen und Verlagerungen gehören genau so zur Tagesordnung wie der Widerstand der Arbeitnehmenden und Gewerkschaften gegen Massentlassungen und Betriebsschliessungen. Die Homepage des EMB (www.emf-fem.org) dokumentiert aktuell den gemeinsamen Kampf der Beschäftigten in verschiedenen europäischen Ländern bei Airbus, bei General Motors - samt einem eigenen GM-Workers Blog (www.gmworkersblog.com) oder bei Nokia.
Der EMB ist die europäische Dachorganisation von rund 76 nationalen Einzelgewerkschaften und vertritt insgesamt 6,5 Millionen Mitglieder aus 33 europäischen Ländern. Seit gestern steht mit Renzo Ambrosetti, Co-Präsident der Gewerkschaft Unia, ein Schweizer an der dessen Spitze. Die 500 EMB-Delegierten wählten ihn am Abend des ersten Kongresstages in Lissabon zu ihrem künftigen Präsidenten. Nebst seinem langjährigen Engagement in den EMB-Gremien habe vor allem seine Mehrsprachigkeit und der multikulturelle Hintergrund der Schweiz den Ausschlag gegeben, begründet Ambrosetti in einem Interview mit der Zeitung «Work» die Wahl eines Vertreters aus einem Nicht-EU-Land.
«Heute gibt es in Brüssel mehrere europäische Industriegewerkschaften. Der EMB denkt darüber nach, sie zu einer einzigen interprofessionellen und kampffähigen Industriegewerkschaft zusammenzuschliessen», erklärt Ambrosetti im «Work»-Interview weiter. Gleichzeitig plädierte er für ein unvermindert starkes Engagement der Gewerkschaften im Industriesektor. Man könne es sich nicht leisten, die Industrie ausgerechnet jetzt abzuschreiben, wo mit der Klimaerwärmung und dem daraus nötigen ökologischen Umbau möglicherweise sogar eine Reindustrialisierung bevorstehe.
Auch die gewerkschaftliche Zusammenarbeit sei auf europäischer Ebene zu verstärken. Wobei Ambrosetti feststellt: «Nicht alle Länder müssen genau gleich funktionieren. Aber die Gewerkschaften müssen in dieselbe Richtung arbeiten.»
Anhang:
Interview mit Renzo Ambrosetti in der Zeitung vom «Work» vom 8. Juni 2007
Für Rückfragen:
Renzo Ambrosetti, Co-Präsident Unia, Tel. 079 223 93 47
Bruno Schmucki, Mediensprecher Unia. Tel. 079 647 01 03
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